Reinhardshof ist ein Musterbeispiel für gelungenen sozialen Wohnungsbau

Ortsverein


SPD-Landesvorsitzender Nils Schmid bei Ortsverein zu Gast

Reinhardshof. Gemeinsam mit dem SPD-Landesvorsitzenden Nils Schmid und Edgar Beuchert, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Wertheim, unternahm der SPD-Ortsverein am Mittwochnachmittag einen Rundgang durch den Stadtteil Reinhardshof. Dazu ging uns von den SPD-Verantwortlichen der folgende Pressebericht zu.

Beuchert berichtete ausführlich darüber, wie aus dem ehemaligen Kasernengelände ein völlig neuer Stadtteil entstanden sei. Nach Aufkauf und Sanierung der Anlagen habe man 214 Wohnungen an Selbstnutzer verkauft. Ein Ziel sei dabei gewesen, die Bewohnerstruktur des neuen Stadtteils mitzubestimmen. So habe man das Angebot vor allem an Familien gerichtet.

Innerhalb von drei Jahren hätten sich mehr als 1000 Leute mit unterschiedlichstem gesellschaftlichem Hintergrund in dem neuen Stadtteil angesiedelt, so dass gerade auch am Anfang viel Sozialarbeit zu leisten gewesen sei. Heute habe man auf dem Reinhardshof ein buntes Miteinander verschiedenster Nationen, erklärte Beuchert.

Dieses Miteinander, fügte Ortsvereinsvorsitzender Patrick Schönig hinzu, zeige sich beispielhaft auch daran, dass die Kirche der evangelischen und die Moschee der islamischen Gemeinde ihren Standort fast direkt nebeneinander haben. Nils Schmid war beeindruckt von der gut ausgebauten Infrastruktur des Stadtteils mit zahlreichen Geschäften und allem anderen, was man zum täglichen Leben benötige.

Zur Sprache kam auch die ungewisse Zukunft der Außenstelle der Polizeiakademie auf dem Reinhardshof. Schmid versicherte, er sehe für den Bestand der Einrichtung keinen Grund zur Sorge. Mit der SPD-Landtagsfraktion wolle er sich für den Erhalt einsetzen.

Beim Rotkreuzladen hob Wolfgang Stapf, Mitglied des DRK-Kreisvorstands und des SPD-Ortsvereins Wertheim, vor allem das große ehrenamtliche Engagement der 30 Frauen hervor, die derzeit dort mitarbeiten. Gleichzeitig bekannte er, dass man noch einige Imageprobleme habe. Schmid betonte die Wichtigkeit solcher Einrichtungen nicht zuletzt für das soziale Klima einer Stadt.

An der Comenius Realschule wies Beuchert darauf hin, dass das Gebäude nach dem Auszug der Bildungseinrichtung im nächsten Jahr wohl leer stehen werde. Dann müsse man sehen, wie man das Gebäude nutzen könne. Ein großer Zugewinn für Wertheim wäre es, wenn man in den Räumlichkeiten beispielsweise eine Berufsakademie anzusiedeln könnte, schlug der SPD-Landesvorsitzende vor.

Das Projekt Reinhardshof sei eine runde Sache, fasste Edgar Beuchert am Ende des Rundgangs zusammen. Auch Nils Schmid empfand das Bild des Stadtteils als durchweg positiv. Auf den ersten Blick vermittelten die Wohnanlagen den Eindruck, man befände sich in einem Neubauviertel. Auch sei das Ganze ein "Musterbeispiel für gelungenen sozialen Wohnungsbau".

Fränkische Nachrichten
14.05.2010

 
 

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