
Altersstruktur des SPD-Ortsvereins Wertheim
SPD Ortsverein verzichtete in diesem Jahr auf deftiges Austeilen gegenüber politischer Konkurrenz, sondern befasste sich mit sich selbst

Wir laden euch herzlich ein zu unserem traditionellen Politischen Aschermittwoch! Dieser findet am 5. März 2025 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg (Stuttgarter Str. 33, 71638 Ludwigsburg) statt. Wir freuen uns sehr, dass der Parteivorsitzende der SPD Lars Klingbeil uns in Ludwigsburg besucht! Mit dabei sind auch unser Vorsitzender Andreas Stoch, Generalsekretär Sascha Binder und unsere stellvertretende Vorsitzende Jasmina Hostert. Für den musikalischen Rahmen sorgt der Musikverein Ludwigsburg-Ossweil e.V. Wir bitten um Anmeldung über >>>>>!

SPD Ortsverein verzichtete in diesem Jahr auf deftiges Austeilen gegenüber politischer Konkurrenz, sondern befasste sich mit sich selbst
Vockenrot. Nüchterne Zahlen statt bierseliger Stimmung, Analysen statt flotter Sprüche und deftiger Angriffe. Einen politischen Aschermittwoch der ganz eigenen Art veranstaltete der Wertheimer SPD-Ortsverein. Statt, wie üblich, mit der Lage von Stadt und Land im Allgemeinen und der des politischen Gegners im Besonderen, beschäftigten sich die Sozialdemokraten im Gasthaus "Ross" in Vockenrot vor allem mit sich selbst.
Vorgestellt wurden die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung Ende vergangenen Jahres. Herausgekommen ist "ein Zahlenwerk, das erstaunt", stellte Ortsvereinsvorsitzender Patrick Schönig fest. Jetzt gehe es darum, die Ergebnisse der Umfrage auszuwerten und "zu überlegen, ob der Ortsverein noch ein Verein klassischer Prägung ist", so Schönig. Pragmatisch meinte er: "Man darf alten Zeiten nicht hinterhertrauern. So wie in den 60er und 70er Jahren wird es den SPD-Ortsverein nicht mehr geben."
In einer Klausurtagung nach den Wahlen sei die Idee zur Umfrage entstanden, erläuterte der frühere Vorsitzende Wilfried Dengel. Gemeinsam mit Gernot Schulz und Hans Otto Köster hatte er die Daten ausgewertet. 135 Genossen waren angeschrieben worden, der Rücklauf betrug rund 24 Prozent. Als Ziele der Aktion nannte Dengel unter anderem, die Mitglieder stärker als bisher in die tägliche Arbeit von Gemeinderatsfraktion und Ortsverein einzubinden.
Der Redner bezeichnete die Ergebnisse als repräsentativ für die SPD-Mitglieder in Wertheim. Eine Erkenntnis, die nicht neu, in dieser Deutlichkeit aber vielleicht ein wenig erschreckend sein dürfte: Weniger als ein Fünftel der Mitglieder im Ortsverein ist unter 50 Jahre alt, aber mehr als 40 Prozent haben die 60 Jahre bereits überschritten. Die Mitgliederwerbung, gerade bei Jüngeren, müsse erheblich verstärkt werden, so Dengel dazu.
Überraschend war vielleicht, dass geringfügig mehr Mitglieder ein großes Interesse an der Bundespolitik bekundeten, als an den lokalen Geschehnissen. Relativ abgeschlagen dahinter landeten allerdings die Kreis-, Landes- und erst recht die Europapolitik.
Als es dann um die Themen innerhalb dieser Politikbereiche ging, landete das Kommunale aber doch ganz vorn, gefolgt von Sozialem, sozialer Sicherung und Betreuung sowie Kultur, Bildung, Schulen und Hochschulen. Noch hinter Gesundheit, Umwelt- und Naturschutz platzierte sich der Themenbereich Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit und Arbeitsvermittlung.
Viele Mitglieder sind Rentner
Für Renate Gassert war das "verwunderlich", da dies eigentlich ein klassisches SPD-Thema sei. Wilfried Dengel wiederum fand diese Aussage aus der Struktur des Ortsvereins erklärbar. Denn "viele unserer Mitglieder stehen nicht mehr im Arbeitsprozess".
Auf den größten Widerhall stoßen bei den Genossen Einladungen zu politischen Gesprächsrunden, wobei allerdings auch hier nicht die Antwortmöglichkeit "großes Interesse" angegeben wurde. Vor allem wenn es um Wertheims Vergangenheit und Zukunft geht, fühlen sich die SPD-Mitglieder kompetent und würden ihre Kenntnisse in irgendeiner Form bei Bedarf auch der Partei zur Verfügung stellen. Recht positiv wird von den Befragten die Außenwirkung des Ortsvereines und, wenn auch mit Abstrichen, der Gemeinderatsfraktion bewertet. Schlecht schneiden hingegen alle anderen Gliederungen ab, sei es nun die Kreistagsfraktion oder die Partei auf Landes- und Bundesebene.
Kritische Töne
Kritik übten rund 60 Prozent am Verhalten der SPD in Sachen Aufstiegshilfe zur Burg, etwa 30 Prozent gaben an, die Position in der Krankenhausdiskussion habe der Außenwirkung der Sozialdemokraten geschadet. Etwa ebenso viele waren der Meinung, dass Probleme in der Gemeinderatsfraktion, unter anderem rund um den Rücktritt von Dr. Günther Heger als deren Vorsitzender, dem Bild der Sozialdemokraten nicht dienlich gewesen sei.
Dagegen wurde von etwa 60 Prozent die Krankenhausentscheidung positiv bewertet, 30 Prozent führten die Haltung in Sachen "Kaufland" an und etwa ein Fünftel fand die Kommunalwahlliste positiv für die Außenwirkung der SPD.
Mehrheit ist zufrieden
Mehrheitlich gaben die Mitglieder allerdings an, sie seien mit Ortsverein und Fraktion zufrieden, auch wenn man erwarte, dass die Sozialdemokraten "kämpferischer" sein sollten. Insbesondere wird dies im Hinblick auf die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl gefordert, in die einige Hoffnungen gesetzt werden.
Stetige Motivation
Der Ortsvereinsvorstand könne sich auf seine recht kritischen Mitglieder verlassen, müsse sie aber immer wieder neu motivieren, fasste Wilfried Dengel schließlich zusammen. Er stehe in Konkurrenz zu etlichen anderen Organisationen. Und so lautete sein Fazit und gleichsam seine Forderung auch: "Wenn wir nichts besonderes anbieten, sind wir nur ein Angebot von vielen."
Fränkische Nachrichten, 19.02.2010
ek
30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung. Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen
25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen
25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen
Ein Service von websozis.info
SPD-Ortsverband Wertheim, 97877 Wertheim, hier geht’s zum Kontaktformular
| Besucher: | 491445 |
| Heute: | 311 |
| Online: | 3 |