SPD-Geschichte Wertheim

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Unter der Rubrik Geschichte finden Sie eine umfangreiche Bilder-und Dokumentensammlung welche die SPD Geschichte in Wertheim widerspiegelt. 

Die Geschichte des Ortsvereins nach 1945

Der Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg wurde am 14. November 1945 mit einer Versammlung eingeleitet, zu der sich 44 Bürger eingefunden hatten. 36 von ihnen erklärten schriftlich ihren Eintritt in di Partei und wählten anschließend einen Vorstand mit Schuldiener Emil Schelhaas als Vorsitzenden. Bei der ersten Gemeinderatswahl nach dem KRiege am 27. Januar 1946 errang die SPD drei von zehn Sitzen im Wertheimer Stadtparlament. Auf Initiative der SPD fand am 1. Mai 1946 erstmals in der Turnhalle eine Maifeier statt.

Als Vorsitzender Emil Schelhaas am 12. April 1946 zurücktrat, wurde der Angestellte Ernst Lebert zu seinem Nachfolger gewählt. In den folgenden Jahren wechselte der Vorsitz im Ortsverein, dessen Mitgliederzahl am 31. Juli 1947 mit 280 angegeben wurde, mehrfach. An der Spitze des Ortsvereins standen bis Ende der Fünfziger Jahre für ein- oder mehrjährige Amtszeiten Andras Scherz, Ludwig Nell, Ernst Weith, Karl Fritz und Hans Krichbaum. Dann folgten der spätere Bürgermeister

     
Karl Josef Scheuermann von 1958 bis 1959
Max Wunderlich von 1959 bis 1970
Gernot Schuz von 1970 bis 1977
Heinz-Dieter Bürger von 1977 bis 1979
Wilfried Dengel von 1979 bis 1985
Dr. Hermann Ehmer von 1985 bis 1987
Voker Peters von 1987 bis 1989
Elmar Kellner von 1989 bis 1991
Dr. Günther Heger von 1991 bis 1995

Von 1995 bis 1997 stand erstmals mit Waltraud Brenzinger eine Frau an der Spitze des Ortsvereins, dessen Vorsitz Thomas Kraft von 1997 bis 2003 hatte. Weil er Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters war, trat er als Vorsitzender zurück. Sein Nachfolger wurde Dr. Berthold Uphoff.

Bei der OB-Wahl erreichte Kraft 40 Prozent der Stimmen, gewählt wurde der CDU-Kandidat Stefan Mikulicz. Nach der Wahl wurde Kraft Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat.

Hohes Ansehen erwarb sich die Wertheimer SPD im Kreis- und im Landesverband durch die Arbeit der Bürgermeister Carl Roth und Karl Josef Scheuermann. In seiner Amtszeit von 1946 bis 1962 gelang es Carl Roth, Wohnungen und Arbeitsplätze für die nach Kriegsende auf fast das Dreifache gestiegene Bevölkerung zu schaffen und in seiner 20jährigen Amtszeit baute sein Nachfolger Karl Josef Scheuermann nicht nur den Industriestandort und dessen Infrastruktur weiter aus, sondern meisterte die Aufgabe, 15 Umlandgemeinden im Zuge der Gemeindereform mit Wertheim zu verbinden, das damit eine Einwohnerzahl von mehr als 20000 erreichte und ab 1. Januar 1976 Große Kreisstadt mit ihm als Oberbürgermeister wurde.

Das Engagement von Kandidaten, Vorstand und Mitgliedern bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen führte dazu, dass der Wertheimer Klaus Richter von 1965 bis 1975 über die Landesliste der SPD Bundestagsabgeordneter werden konnte und die in Wertheim aufgewachsene Brigitte Adler von 1987 bis 2002 (gest. 2004) dieses Maandat im Bundestag ausübte. Höhepunkte in der Nachkriegsgeschichte der Partei waren die Großkundgebungen mit Willy Brandt in den Jahren 1961, 1964, 1972 und 1977 sowie zahlreiche Besuche von Ministern und prominenten Bundespolitikern der SPD in der Stadt an Main und Tauber.

Der SPD-Ortsverein hat zurzeit knapp 160 Mitglieder und sechs der 24 Sitze im Gemeinderat. Vor der Gemeindereform waren es neun von 20 Sitzen gewesen. Der Ortsverein pflegt im Rahmen der Partnerschaft Wertheims miz den enlischen Städten Huntingdon und Godmanchester enge Verbindungen mit der Labour-Partei dieser beiden Städte.

Guido Weber

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