
Für den Gemeinderat jedoch keine Alternative erkennbar

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Für den Gemeinderat jedoch keine Alternative erkennbar
Die Vorentscheidung über die Einführung der Werkrealschule in Wertheim ist längst gefallen und vor allem ist sie nahezu unstrittig. Vielleicht auch deshalb hielt sich der Besuch der mittlerweile dritten Kommunalen Werkstatt des SPD-Ortsvereins Wertheim am Mittwochabend in Grenzen. Dennoch entwickelte sich im Lauf der rund zweistündigen Veranstaltung im Tauberhotel "Kette" eine lebhafte Gesprächsrunde.
Die eröffnete Ortsvereinsvorsitzender Patrick Schönig zunächst mit Informationen zum Konzept der Kommunalen Werkstätten, ehe er mit leicht ironischem Unterton auf die "vom Pisa-Schock aufgescheucht nach Lösungen suchenden Bildungspolitiker" zu sprechen kam. Denen hielt er aber immerhin zugute, den Schülern trotz aller Ideologien und Kontroversen zumindest nicht schaden zu wollen.
Mit allen in der Vergangenheit entwickelten Modellen seien die deutschen Bildungspolitiker aber bislang regelmäßig gescheitert, so Schönig. "Es scheint, als liefen die 16 Bundesländer in 16 verschiedene Richtungen." Baden-Württemberg habe sich nun entschieden, die Hauptschule nicht abzuschaffen, und die Werkrealschule neuen Typs einzuführen.
Kritisch mit diesem Modell setzte sich die Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Petra Pfeiffer-Silberberger, auseinander. Dem Kultusministerium warf sie Konzeptionslosigkeit vor. Vor allem die Hauptschulen in kleineren Kommunen, etwa in Freudenberg, aber auch in Külsheim, sah die Rednerin in höchstem Maße gefährdet. Und auch für manche Grundschule stelle sich die Existenzfrage.
In den neuen Werkrealschulen befürchtete sie größere Klassen und es stelle sich auch die Frage, ob der dort erworbene Schulabschluss Akzeptanz finde. Für sie "unfassbar" sei es aber, dass die Bildungspläne noch nicht vorlägen, diese erst im Januar in die Anhörung gingen, die Werkrealschule für die Klassen fünf bis acht aber im September starten solle. Frühestens im Herbst könne jedoch auch die notwendige Lehrerfortbildung beginnen. Große Probleme sah Pfeiffer-Silberberger auch bei der angestrebten engen Verzahnung mit den Beruflichen Schulen. In Lauda etwa gebe es eine solche nicht, die Schüler müssten also zwei Mal in der Woche nach Tauberbischofsheim oder Bad Mergentheim. Außerdem wies sie auf den jetzt schon bestehenden Lehrermangel an den Berufsschulen hin. Es sei zu befürchten, dass Pädagogen von den Hauptschulen abgeordnet würden.
Überhaupt sei die Situation der Lehrer an den Hauptschulen schwierig, wüssten viele noch nicht, wo nach den Sommerferien ihr Arbeitsplatz sein werde. Die Referentin zeigte sich überzeugt, dass das jetzige Modell nicht den Endpunkt der Entwicklung darstellen werde. Schon in wenigen Jahren "sitzen wir wieder zusammen", prophezeite sie.
"Wir sind auch in Wertheim nicht mit Hurra' an die Sache herangegangen", räumte Fachbereichsleiterin Angela Steffan ein. Man könne Schulpolitik in der Kommune aber nur innerhalb des vom Land vorgegebenen Rahmens machen. Und so habe man "mit blutendem Herzen aber rationalem Verstand" in breiter Runde und vielen Gesprächen den Vorschlag erarbeitet, der am Montag vom Gemeinderat beschlossen werden soll (wir berichteten ausführlich). Steffan betonte den politischen Willen in Wertheim, alle Grundschulen so lange als möglich zu erhalten und keinen Schulstandort komplett aufzugeben.
Steffan unterstrich die "große Einmütigkeit" auch in der Anhörung. Lediglich eine Schulkonferenz habe, aus verständlichen Gründen, das Modell der Einführung der Werkrealschule an der Hauptschule Wertheim und der Schließung der Hauptschulen Bestenheid und Reinhardshof, nur zur Kenntnis genommen.
Man werde "mit geballter Faust in der Tasche die Hand zum Ja' heben", kündigte Patrick Schönig an. "Glücklich bin ich damit nicht." Doch bleibe dem Wertheimer Gemeinderat letztlich nichts anderes übrig. Der jetzt erarbeitete Vorschlag sei ohne Alternative.
Einig war man sich bei der dritten Kommunalen Werkstatt des SPD-Ortsvereins am Mittwoch im Lob für das Zustandekommen der Wertheimer Lösung zur Schaffung einer Werkrealschule neuer Prägung, ebenso aber auch in der Kritik an der Bildungspolitik des Landes. Doch das Ende der Diskussion um die Zukunft der Hauptschulen sei das nicht. "In spätestens fünf Jahren werden die Verantwortlichen wieder zusammensitzen", meinte der Rektor der Hauptschule Urphar-Lindelbach, Wolfgang Häffner, wie vor ihm schon die Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Petra Pfeiffer-Silberberger (siehe weiteren Bericht).
Zum Beschluss, den der Gemeinderat am Montag zu fassen habe, gebe es keine Alternative, sagte Häffner zu Beginn der Aussprache. Aber: "Für jeden Schultyp braucht man die entsprechenden Lehrer. Und die Schüler werden nicht anders, wenn ihre Schule anders genannt wird oder sie in einem anderen Gebäude unterrichtet werden." Was vom Land in Sachen Werkrealschule an Vorgaben und Informationen gegeben werde, sei "unbefriedigend". Für seine eigene Schule, die normale Hauptschule bleibe, sah Häffner keine Probleme, den geforderten jederzeit möglichen Übergang auf die Werkrealschule zu gewährleisten. Deutliche Anzeichen dafür, dass es im baden-württembergischen Schulsystem doch letztlich auf eine Zweigliedrigkeit hinauslaufe, machte Bernd Hartmannsgruber aus.
Auch der Rektor der Grund- und Hauptschule Bestenheid unterstrich, dass die bevorstehende Entscheidung die einzig mögliche sei. "Wogegen hätten wir uns denn wehren sollen", räumte er ein. "Keiner gibt seine Schule gerne auf, und wenn ich eine Chance für den Erhalt unserer Hauptschule gesehen hätte, dann hätte ich dafür gekämpft." Manchen Skeptikern zum Trotz sah Hartmannsgruber im Werkrealschulabschluss eine Chance. Beide Schulleiter plädierten dafür, dass die künftigen Werkrealschulen keine zu großen Einheiten werden dürften.
Gegen die Geringschätzung der Hauptschulen wandte sich Simone Schwab. Noch nicht abschließend beantworten konnte Fachbereichsleiterin Angela Steffan Schwabs Fragen nach der Busverbindung für Schüler der bisherigen Hauptschule Bestenheid, die künftig die Hauptschule Urphar-Lindelbach besuchen wollten. Hierzu brauche man noch verlässliche Zahlen.
Eine Überforderung durch zu viel Reformeifer befürchtete Brigitte Kohout. "Lasst uns doch einfach mal eine Zeit lang in Ruhe unsere Arbeit machen", so die Lehrerin. Die pädagogische Arbeit werde in Zukunft noch wichtiger, "sonst ist irgendwann auch der Begriff Werkrealschule negativ besetzt", wie es bei der Hauptschule der Fall sei. Renate Gassert verwies auf zahlreiche positive Beispiele ehemaliger Absolventen von Hauptschulen, die später das Abitur gemacht und studiert hätten. "Schlecht geredet ist schnell", mahnte sie.
Sie sei "überrascht, von einer Vergangenheit eingeholt worden zu sein, die schon lange nicht mehr existent ist", sagte die Rektorin der Grund- und Hauptschule Wertheim, der künftigen Werkrealschule. "Wir haben den Weg zum Positiven schon lange eingeschlagen." Und die Akzeptanz der Schule sei so hoch, dass, gegen den Trend, die Schülerzahlen gleich geblieben sind. Auch als Werkrealschule werde man keine "Mammutschule" sein, sondern über "angenehme" Klassenstärken verfügen.
Im Gegensatz zu vereinzelt geäußerter Kritik hatte Jäger nichts dagegen, dass es auch für die zehnte Klasse der neuen Werkrealschule Zugangsberechtigungen durch entsprechende Noten geben soll. "Auf dem erarbeiteten Niveau würden wir schon gerne bleiben."
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ek
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