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SPD in Urphar: Schlechter Zustand der Ortsstraßen / Krankenhaus war Thema

Veröffentlicht am 01.05.2009 in Wahlen

SPD-Kandidaten stellten sich der Bürgerschaft vor

Im Rahmen des Wahlkampfes für die im Juni anstehenden Kommunalwahlen fand am vergangenen Mittwoch in Urphar eine Wahlveranstaltung der Wertheimer SPD statt. Zunächst konnten sich die Kandidaten bei einer Ortsbegehung gemeinsam mit Ortsvorsteher Thomas Kraft ein Bild von der aktuellen Situation Urphars machen. Als problematisch zeigten sich hierbei vor allem die unzureichend ausgebauten, schmalen Gehwege im Ortsinneren sowie der schlechte Zustand des Weges zwischen Urphar und Höhefeld. Auch gestalte sich bei dem geplanten Neubaugebiet der Verkauf der Bauplätze als schwierig. Das in vielen Ortschaften verbreitete Problem der leerstehenden Hofreiten stelle sich in Urphar jedoch nicht, da im Ortskern nur sehr wenige Häuser unbewohnt seien. Bei einem abschließenden Besuch in der neu gebauten Dorfscheune konnten sich die Kandidaten ein Bild vom großen ehrenamtlichen Engagement der örtlichen Vereine machen.

Im Anschluss trafen sich die SPD-Kandidaten mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern Urphars im Gasthaus „Zum Weißen Ross“ zu einer Gesprächsrunde. Nach einer kurzen Vorstellung der Kandidaten präsentierte Stadtrat Patrick Schönig das Wahlprogramm der SPD. Die Partei nehme die Meinung der Bürger ernst und setze sich für mehr Bürgerbeteiligung bei wichtigen Entscheidungen ein. Auch hob Schönig den hohen Stellenwert von Bildung und Betreuung hervor. So setze sich die SPD für ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr ein und wolle das Schulangebot möglichst wohnortnah halten. Um den Tourismus als wichtiges Standbein Wertheims zu fördern, plane man die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle. Daneben wolle die SPD mit der Einführung einer Ehrenamtskarte, die Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen gewähre, ehrenamtliches Engagement belohnen und sich mit einem Seniorenbeauftragten stärker für die Belange der älteren Mitbürger einsetzen.

Anschließend stellten sich die Kandidaten der SPD in einer angeregten Diskussion den Fragen der Bürger. Auf die Frage, warum die SPD mit der Einführung des kostenfreien letzten Kinderjahres auf eine Einnahmequelle verzichten wolle, entgegnete Manuela Seubert, dass Bildung allen Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden solle und deshalb nichts kosten dürfe. Mit verschiedenen Angeboten wie Sprachförderung solle allen Kindern die gleichen Chancen für ihren Einstieg in die Schulzeit geboten werden. Im Mittelpunkt der Diskussion stand auch der beschlossene Neubau des städtischen Krankenhauses. Wie Fraktionsvorsitzende Renate Gassert erläuterte, entspreche das Krankenhaus baulich nicht mehr dem neuesten Stand, so dass ihm 2020 die Schließung gedroht habe. Da man jedoch die Gesundheitsversorgung der Bürger erhalten wolle und die Kosten für den nötigen Neubau für die Stadt nicht zu schultern seien, sei der Verkauf an die Schwesternschaft des bayrischen Roten Kreuzes die vorteilhafteste Lösung und auch der Übernahme durch einen privaten Klinikbetreiber vorzuziehen. Ebenfalls diskutiert wurde über die Notwendigkeit einer Aufstiegshilfe zur Burg. Alle Kandidaten waren sich einig, dass die Burg zur Förderung des Tourismus in Wertheim belebt werden müsse. Nach Ansicht von Heinz Staubitz, müsse man zunächst jedoch die Attraktivität der Burg selbst steigern, indem man beispielweise die Gastronomie verbessere oder durch eine Überdachung des Burggrabens die Burg als Veranstaltungsort fördere.
Abschließend forderte Renate Gassert die Bürger dazu auf von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Das Angebot der SPD sei sehr vielseitig und die Vielfalt der Stadt Wertheim spiegle sich auch auf der Kandidatenliste wider.

 

 

 

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