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Bürgergespräch in Reicholzheim

Veröffentlicht am 24.03.2011 in Wahlen

Vorteile von Ganztagesschulen / Belebung der Ortskerne / Dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien

Bei einem Bürgergespräch in Reicholzheim stellte Oberbürgermeisterkandidatin Katja Weitzel am Montagabend im Gasthaus „Zum Riesen“ den Einwohnern des Ortes ihr Wahlprogramm vor.

In der anschließenden Diskussion spielte unter anderem das Thema Einführung von Ganztagesschulen eine Rolle. Der Ausbau der Ganztagesbetreuung an Schulen ermögliche auch Kindern aus sozial schwächeren Familien eine Chance auf gute Bildung. Durch Hausaufgabenbetreuung und ähnliche Angebote erhielten Schüler die notwendige Unterstützung, erklärte Weitzel. Jedoch solle niemand gezwungen werden an der Ganztagesbetreuung teilzunehmen. Auch mache die Einführung der Ganztagesschule an vielen Schulen Umbaumaßnahmen erforderlich. So müsse für Aufenthaltsräume gesorgt werden und den Schülern müsse die Möglichkeit geboten werden, an den Schulen ein preisgünstiges Mittagessen zu bekommen. „Desweiteren erleichtert eine Ganztagesbetreuung an Schulen auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ebenfalls zur Sprache kam das Problem des Aussterbens der Ortskerne, in denen immer mehr alte Gebäude leer stehen. Zwar sei dies in Reicholzheim noch nicht so gravierend fortgeschritten, jedoch wisse keiner, wie die Zukunft aussehe, schilderten die Bürger. „Es stellt sich hier die Frage, wie sinnvoll es ist, immer weitere Neubaugebiete auszuschreiben.“, gab die Kandidatin zu bedenken. „Stattdessen sollte man mehr Wert darauf legen, die Ortskerne wieder zu beleben und für Zuziehende attraktiver zu gestalten.“ Beispielsweise könne man in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft leerstehende Hofreiten sanieren und wieder verkaufen, wie dies in der Altstadt bereits erfolgreich mit Wohnhäusern praktiziert werde. Auch gelte es, entsprechende Förderprogramme des Landes zu nutzen und verfügbare Gelder abzurufen.

Nach ihren Konzepten für regenerative Energien gefragt, erklärte Weitzel, man müsse sich von Großprojekten wie dem geplanten, durch Bürgerentscheid gescheiterten Kraftwerk in Bestenheid abwenden, denn dies habe nichts mit einer dezentralen Versorgung zu tun. Das Richtige sei ein kleinteiliger Mix aus allen erneuerbare Energiearten. Wichtig sei zudem, bei einem derartigen Vorhaben die Stadtwerke als Partner für eine Energieversorgung vor Ort mit einzubeziehen.

 

 

 

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