„Europäisches Projekt wieder zum Glänzen bringen“

Veröffentlicht am 30.01.2014 in Europa

Die Hohenloher Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt geht auf einem der Spitzenplätze der SPD in die Europawahl

Viel besser geht es nicht: Mit einem Traumergebnis von 97,1 Prozent wurde die Hohenloher Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt am gestrigen Sonntag in Berlin, wo die Sozialdemokraten zu ihrer Europadelegiertenkonferenz zusammengekommen sind, auf Platz 6 der SPD-Bundesliste für die Europawahl gewählt. „Eine so große Zustimmung gibt mir richtig Schwung für den beginnenden Wahlkampf“, freut sich die Deutsch-Französin, die vor Wochenfrist ihren 60. Geburtstag gefeiert hat.

Das hervorragende Ergebnis und den sehr guten Listenplatz betrachtet Gebhardt als Bestätigung für ihre Arbeit in der zu Ende gehenden Legislaturperiode. Nun strotzt sie geradezu vor Tatendrang, weil sie dazu beitragen möchte, dass sich die Gewichte in der EU nach der Europawahl verschieben und es zu einem politischen Neuanfang kommt. „Das europäische Einigungsprojekt ist ein Schatz von unschätzbarem Wert. Wir wollen ihn wieder zum Glänzen bringen“, macht Gebhardt ihre Motivation deutlich. Jahrelang habe die Dominanz der Konservativen in Parlament und Kommission zusammen mit der Politik der Staats- und Regierungschefs soziale, ökonomische und gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen begünstigt und dadurch das Bild der EU dramatisch verschlechtert.

„Wir wollen ein Europa, das erfolgreiche Arbeit in den Kommunen fördert und nicht untergräbt“, so Gebhardt. Es gehe zudem darum, das europäische Sozialmodell, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards zu sichern und auszubauen, anstatt diese Errungenschaften einem zügellosen Freihandel zu opfern. „Europa muss endlich Ernst machen bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit“, ergänzt die Hohenloherin, für die eine verbesserte Arbeitnehmermobilität zur Sicherung des Fachkräftebedarfs und ein Wiederaufleben der europäischen Industrie weitere Schwerpunkte darstellen.

„Wir Sozialdemokraten haben die richtigen Konzepte für Europa“, ist sich die Parlamentarierin sicher. Die Europawahl am 25. Mai, aus Gebhardts Sicht „bedeutender als alle Europawahlen zuvor“, sei daher eine Richtungsentscheidung von überragender Wichtigkeit für die Europäische Union.

„Wir wollen die Europawahl gewinnen, stärkste Fraktion im Europäischen Parlament werden und mit Martin Schulz den Kommissionspräsidenten stellen“, gibt Evelyne Gebhardt als Wahlziele aus. Als Spitzenkandidatin der SPD Baden-Württemberg werde sie einen engagierten Wahlkampf führen. „Mit allem, was ich habe“, so Gebhardt abschließend.

Hintergrund:
Für die SPD treten bundesweit insgesamt 96 Kandidaten und Kandidatinnen bei der Europawahl an. Exakt so viele Sitze stehen Deutschland im nächsten Europäischen Parlament zu, dem aktuell 23 SPD-Abgeordnete angehören. Die ersten zehn Listenplätze sind besonders prestigeträchtig, da die Kandidaten und Kandidatinnen, die diese Plätze einnehmen, in ganz Deutschland namentlich auf den Stimmzetteln stehen.

 
 

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