Weibliche Note auch endlich an der Führungsspitze der SPD

Veröffentlicht am 26.04.2018 in Partei

Meine Eindrücke vom Parteitag der SPD in Wiesbaden.


Es war mein erster SPD-Parteitag den ich erleben konnte und ich muss sagen es brodelt immer noch in der Partei. Einige Mitglieder zeigten mit transparenten und Plakaten, dass sie noch immer unzufrieden mit der Arbeit der Parteispitze sind. Aber auch das Wahlergebnis zeugt davon das immer noch Uneinigkeit in der Partei herrscht. Die Zeiten in der ein Parteivorsitzender über 90 % der Delegiertenstimmen erhalten hat scheinen vorbei zu sein. Das Medieninteresse war groß und die hessische SPD nutzte natürlich die Gunst der Stunde um Werbung in eigener Sache für die bevorstehenden Landtagswahlen zu machen.

Gleich zwei Frauen bewarben sich beim außerordentlichen Parteitag um den Chefposten der SPD. Die stimmgewaltige Andrea Nahles und das kleine nette Mauerblümchen Simone Lange wollen die Partei in die Zukunft führen. Nun hat es die SPD endlich geschafft nach ihrer 155-jährigen Geschichte auch mal einer Frau das Zepter in die Hand zu geben.

Andrea Nahles konnte mit rund 66 % der Stimmen der Delegierten den Ring als Siegerin verlassen. Die noch in den Medien und in der Partei unbekannte Simone Lange schaffte es trotz alledem mit rund 30 % der Stimmen zu punkten. Der Ring war das Rednerpult. Beide Kandidatinnen versuchten die Delegierten davon zu überzeugen dass sie die Richtige wären um den Erneuerungsprozess der Partei voranzutreiben und zu leiten. Dabei setzte Simone Lange mit ihrer sachlichen und besinnlichen Rede die Schwerpunkte auf soziale und parteipolitische Themen. Die Inhalte von Andrea Nahles waren zwar ähnlich doch bei Simone Lange klang es für mich irgendwie glaubwürdiger. Dagegen war die Rede von Andrea Nahles emotional, kraftvoll und stimmgewaltig, in dieser Hinsicht lag sie auf jeden Fall weit vor ihrer Konkurrentin.

Andrea Nahles war nicht mit ihrem Wahlergebnis zufrieden, sie hatte mit weitaus mehr Stimmen gerechnet. Simone Langer war eine würdige Verliererin trotz alledem wird sie die neue Parteivorsitzende unterstützen und ihre Kraft in den Erneuerungsprozess der SPD stecken. Ob es Andrea Nahles es wirklich schafft den Erneuerungsprozess der Partei voranzutreiben und sie aus dem prozentualen Tief wieder herauszuholen wird wohl die Zukunft zeigen. Sie ist auf jedem Fall eine Frau die sich die Butter nicht vom Brot nehmen lässt, sie ist energisch, zielstrebig und kämpferisch. Vielleicht schafft sie es auch, dass dem ständigen Wechsel an der Spitze der SPD nun endlich mal Einhalt geboten wird und dass die SPD-Spitze endlich wieder klare Ziele setzt.

 

Ingo Ortel
SPD-Ortsverein Wertheim

 
 

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