Unqualifiziert, realitätsfremd und abgehoben

Veröffentlicht am 04.12.2017 in Politik

Als ich diesen Artikel gelesen hatte kochte und brodelte es in mir. Dass die CSU keine Bürgerpartei ist und lieber die fördert die schon genug Geld haben war mir schon immer klar. Doch die Aussagen zum Thema Schwimmbäder zeigte doch mal wieder wie unwichtig der kleine Bürger für die CSU ist.

Für die Freien Wähler, SPD und Grüne im bayerischen Landtag ist es klar, die Schwimmbäder in Bayern müssen auch vom Land mehr gefördert werden.

Die Aussagen von Gerhard Waschler MdL Bayern sind unüberlegt und an den Haaren herbeigezogen. Wie kann solch ein Mann Aussagen treffen von einer Problematik von der er keine Ahnung hat.

Ich bin seit Jahren Schwimmmeister und kenne das Problem, gerade im ländlichen Raum ist die Knappheit von sportorientierten Familien- und Schulbädern zu spüren, teilweise wurden solche Schwimmbäder durch Freizeit- und Wellnessbäder ersetzt oder wurden geschlossen da die Kommunen kein Geld für die Sanierung hatten und solche Bäder ein hohes Defizit aufweisen. Ein weiteres Problem ist das ein Schwimmbad unter der Kategorie der freiwilligen sozialen Leistung in einer Kommune fällt, also wenn in einer Kommune das Geld knapp ist wird dann auch schon mal bei den Schwimmbädern der Rotstift angesetzt.

Auch die Behauptung, dass es genügend Fachpersonal für die Erteilung von Schwimmunterricht gibt ist für mich nicht nachvollziehbar. Jeder kann heute eine Schwimmschule gründen und Schwimmkurse anbieten, es gibt keine Zertifizierung und es wird auch nicht überprüft ob diese Schwimmschule Fachpersonal für die Erteilung von Schwimmunterricht einsetzt.

Schwimmunterricht an den Schulen fällt aus, weil Lehrer krank sind und es kein Ersatzpersonal gibt, die Gebühren der Schwimmkurse steigen und sind für viele Eltern nicht bezahlbar. Leider gibt es aber auch interessenlose Eltern die der Meinung sind, dass die Schule dafür verantwortlich ist, dass ihre Kinder schwimmen lernen.

Ja und dann noch die Aussage von Gerhard Waschler „Wer behauptet, Schwimmunterricht mit mehr als 15 Schülern sei nicht durchführbar, nicht sinnvoll und nicht erfolgreich, der weiß nicht, wovon er spricht“ halte ich für voll und ganz daneben. Diese Aussage veranlasste mich mal den Lebenslauf von Gerhard Waschler näher zu betrachten. Er hat ein Studium absolviert welches auch das Fach Sport beinhaltete und er hat auch in gewissen Ämtern einen Bezug zum Sport, ich bezweifle aber, dass er jemals Schwimmunterricht oder eine qualitativ fachgerechte Schwimmstunde erteilt hat. Denn wer solch eine Behauptung äußert weiß wirklich nicht von was er spricht.

Sicherlich gibt es hier die ein oder andere Gemeinde die sehr vorbildlich mit diesem Thema umgeht. Wenn also die Zukunft so aussieht, dass immer mehr Schwimmbäder besonders sport-und familienorientierte Hallenbäder schließen werden weil sie von den Kommunen nicht mehr finanziert werden können frage ich mich wie die Zukunft für die Entwicklung unserer Kinder im Bereich schwimmen aussehen wird.

Zeitungsartikel der Mainpost http://m.mainpost.de/ueberregional/bayern/Schwimmbaeder-Schwimmunterricht;art16683,9811915#kommentare

 

Ingo Ortel
SPD Wertheim

 

 
 

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